Bei Selection, unserer hochwertigsten Kollektion, wird die Krawatte als stilvolle Geste betrachtet, die über die reine Funktionalität hinausgeht. Um diese neue Frühjahrs-/Sommerkollektion eingehend zu erkunden, haben wir eine Reihe von vier Anleitungen erstellt, die die Kunst hinter verschiedenen Krawattenknoten enthüllen. Jede davon hebt nicht nur die Technik hervor, sondern auch die Persönlichkeit der dazu passenden Modelle. Denn die Wahl des richtigen Knotens ist im Kern eine Frage von Proportionen, Anlass und Stil.
Krawatten binden: eine Geste, vier Interpretationen
A CLOSER LOOK
Einfacher Knoten: die alltägliche Geste
Der einfache Knoten ist der Ausgangspunkt: unkompliziert, leicht asymmetrisch und für den Alltag konzipiert. Auch als „Four-in-Hand“ bekannt, entstand er im England des 19. Jahrhunderts, wo er mit Londoner Kutschern und Clubs in Verbindung gebracht wurde, und wurde bald zum alltäglichen Standard. Er lässt sich leicht an praktisch jede Art von Krawatte und Hemdkragen anpassen, passt jedoch besonders gut zu Button-Down-Hemden, wo sein lässiger Charakter perfekt zur Geltung kommt. Wir kombinieren ihn mit einer marineblauen Krawatte aus einer Seiden-Leinen-Mischung, die leicht ist und durch ihre matte Textur einen Hauch von Frische verleiht. Ihre dreifache Konstruktion, ungefüttert und mit handgenähten Kanten, unterstreicht diesen handwerklichen, unprätentiösen Charakter.
Ideal für … Looks, die leger oder bürotauglich sind und bei denen Eleganz nicht übertrieben wirken muss.
Windsor-Knoten: formelle Ausgewogenheit
Breiter und symmetrischer, verleiht der Windsor-Knoten Struktur und Präsenz. Er ist die natürliche Wahl für offenere Kragen, wie sie beispielsweise bei italienischen Hemden zu finden sind, sowie in formelleren Anlässen, in denen ein gepflegter Look gewünscht ist. Aus diesem Grund haben wir diese Krawatte aus 100 % Seide gewählt, die in Reps-Bindung gewebt ist und sich durch ihre dezente Rippenstruktur auszeichnet. Die mattbraune Oberfläche verleiht Tiefe und schafft eine feine Balance zwischen Formalität und Zurückhaltung. Die Krawatte ist mit sieben Falten (bei denen die Seide mehrfach über sich selbst gefaltet wird) gefertigt, die ein natürliches Volumen erzeugen, das sich perfekt zum Binden dieses Knotens eignet.
Ideal für … Hochzeiten und berufliche Anlässe, die Präzision ohne Steifheit erfordern.
Pratt-Knoten: raffinierte Schlichtheit
Der Pratt– auch als Shelby bekannt – ist ein praktischer Knoten, der sich leicht binden lässt und besonders bei kürzeren Krawatten nützlich ist. Seine klare, etwas kompaktere Form macht ihn zu einer modernen Alternative zu den zuvor erwähnten, eher klassischen, voluminösen Knoten. In diesem Fall steht eine auffälligere Krawatte im Mittelpunkt, gefertigt aus Grenadine, einem offen gewebten, gazeartigen Stoff, der wegen seiner subtilen Textur und Leichtigkeit sehr beliebt ist. Die dreilagige Konstruktion, ungefüttert und mit handgenähten Enden, unterstreicht ihren handwerklichen Charakter und ihren natürlichen Fall.
Ideal für … vielseitige Anlässe, irgendwo zwischen formell und leger.
Prince-Albert-Knoten: unverwechselbarer Charakter
Dieser Knoten ist weniger verbreitet, aber wenn Sie eine Krawatte im Prince-Albert-Knoten sehen, werden Sie ihn nicht vergessen. Obwohl sein Name an den Gemahl von Königin Victoria erinnert, ist sein genauer Ursprung weniger klar und wahrscheinlich jüngeren Datums, doch er bewahrt jene neu interpretierte klassische Anmutung mit einer markanteren, länglichen Silhouette. Er eignet sich besonders gut für schmale Kragen und schmalere Krawatten, bei denen seine Form voll zur Geltung kommt. Für diese Anleitung haben wir eine waldgrüne Krawatte aus reiner Seide mit Reps-Webart ausgewählt, deren siebenlagige Konstruktion für die nötige Fülle und Präsenz sorgt, damit der Knoten seine Form präzise beibehält.
Ideal für … eher zeitgemäße Looks, bei denen das Detail den entscheidenden Unterschied ausmacht.
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